DeepL: Der bessere Übersetzer

Der Trigger

Lange Zeit war der Google Translator  sicher das meist genutzte Übersetzungstool überhaupt. Er übersetzt (Stand heute) Wörter, Texte oder ganze Webseiten in 103 Sprachen und ist gratis nutzbar. Alternativ steht auch der Bing Translator von Microsoft zur Verfügung, welcher aber nicht wesentlich besser ist und sicher weniger oft genutzt wird.

Die daraus resultierende Qualität war eher sehr bescheiden, so dass sich der Google Translator eher als grundlegendes Hilfsmittel dient, , damit z.B. fremdsprachige Texte überhaupt verstanden werden können bzw. man sich bei fehlenden Sprachkenntnissen überhaupt ausdrücken kann. Es handelt sich dabei nicht um ein hochwertiges Tool für Übersetzungen.

Um einzelne Wörter nachzuschlagen – zumindest in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch oder Chinesisch – nutze ich, auch heute noch, dass sehr bekannten/etablierten Leo-Dictionary.

Ein Schritt in die Zukunft: DeepL Übersetzer

Doch es git mittlerweile besser. Viel besser. DeepL ehemals Linguee, bot ursprünglich eine Suchmaschine für Übersetzungen an. Diese Trainings-Daten wurden genutzt, um ein neues Übersetzungstool zu erschaffen: DeepL.

DeepL Logo
DeepL

Nach ca. einem Jahr relativ regelmässiger Nutzung von DeepL kann ich bestätigen, dass damit massiv bessere Übersetzungen von Texten möglich sind, als ich sie durch Google (oder andere) erhalten würde.

DeepL übersetzt kostenlos aktuell in 7 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch und Polnisch – und das in relativ hoher Qualität.

Ein Beispiel: Als ich z.B.: mal auf einem Spanisch sprachigen Blog einen Beitrag eines Freundes, welcher Lichtkünstler ist, mit Google Translate auf Deutsch übersetzt habe, war der übersetzte Text nur noch sinngemäss verständlich. Als ich das gleiche mit DeepL versucht habe, war der Text nahezu perfekt, bis vielleicht 2-3 Sätze, die sich noch etwas holprig gelesen haben.

Technisch setzt DeepL nicht auf „neuronale Netzwerke“, sondern auf „convolutional Networks“, welche Wörter parallel verarbeiten und auch in der Bilderkennung genutzt werden. Ein sehr empfehlenswerter gut verständlicher Text wie das Ganze funktioniert findet man bei SRF oder alternativ weniger detailliert bei Heise.

Mittlerweile existiert von DeepL auch eine Pro-Version, welche aktuell folgende zusätzlichen Features bietet:

Die Features DeepL Pro verglichen mit denen von DeepL Free
Vergleich von DeepL Pro mit DeepL Free

Auch wenn noch kein Übersetzungstool aktuell einen fähigen geübten menschlichen Übersetzer – in der jeweilig betreffenden Sprache – ersetzen kann, ist DeepL meiner Meinung nach, ein qualitativ riesen Schritt in die Zukunft und hat mir schon manchen guten Dienst erweisen.
Da mein Team z.B.  DeepL auch schon für Support-Anfragen genutzt hat und sogar Komplimente für das gute Französisch erhalten hat, in welchem die Antwort erfolgt ist, vermute ich, dass dies auch anderen so geht 😉

Ich frage mich wie lange es wohl geht, bis DeepL wohl von einem der „Grossen“ (Google, Microsoft, Facebook, Amazon etc.) aufgekauft wird…

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